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Air Abraham / Abraham 1 / Der Chronist - A, Aleph, Alif

In dem künstlerischen Projekt „Der abrahamitische Zyklus“ werden fünf Werke des Künstlers Viron Erol Vert vereint, die thematisch und inhaltlich aufeinander aufbauen. Vier wurden in den letzten Jahren bereits einzeln gezeigt, eines ist noch im Entstehen. Vert kehrt in seinen Arbeiten zu den Wurzeln seiner multikulturellen Herkunft zurück, um Fragen der Gegenwart im Licht der eigenen Identität und mit Hilfe von Mythologie und Geschichte in ihre archaischen Grundformen zu zerlegen. Diese Grundformen kombiniert er mit den Ergebnissen seiner Studien in Disziplinen wie Mathematik, Astronomie und Numerologie.Mit unterschiedlichen Medien transportiert er sie wieder in die Jetztzeit und fügt sie zu Einheiten zusammen, die unsere Zeit reflektieren und die widerstreitenden Einflüsse zeitgenössischer Identitätskonstruktionen in einem neuen, übergreifenden Kontext zeigen. Es entsteht eine neue Dimension der Realität, in der die Fragestellungen zwischen Orient und Okzident, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie Mythos, Religion und Wissenschaft nicht mehr kollidieren, sondern selbst eine Brücke bilden. Diese ermöglicht einen nachhaltigen Dialog zwischen den Welten und setzt den Wirren unserer Gesellschaft eine zeitgenössische Utopie entgegen.

Air Abraham

Air Abraham“ ist das erste Werk des sog. „abrahamitischen Zyklus“ Es setzt sich interdisziplinär mit der vielfach symbolischen Legende des „Fliegenden Teppichs“ auseinander und beleuchtet vor diesem Hintergrund insbesondere die Einflüsse kulturellen Erbes auf zeitgenössische Identitätskonstruktionen und aktuelle gesellschaftspolitische Fragen.

Abraham 1

Als eine Art Metamorphose der Arbeit „Air Abraham“ thematisiert „Abraham I“ in einem Wechselspiel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft die Schnittstellen einer Verbindung von Mythologie und Wissenschaft. Ausgehend von dem antiken Mythos des fliegenden Teppichs wird ein – in vielerlei Hinsicht mehrdimensionales – „Flugobjekt“ konstruiert. Es überwindet nicht nur räumliche, sondern auch zeitliche Distanzen und schafft durch die interdisziplinäre Verbindung seiner Bestandteile ein eigenes, neuartiges Universum.

Der Chronist – A, Aleph, Alif

Der Titel „Der Chronist“ verweist auf die „Osmanischen Hofchroniken“ (vakanüvis), die offiziellen Aufzeichnungen der kaiserlichen Geschichte durch den Hofchronisten des Sultans. Diese Metapher, in Verbindung mit methodologischen Aspekten von Verts künstlerischer Praxis und seinem narrativen Fokus auf die mediterrane Geschichte, erzeugt “Der Chronist“ eine Querverbindung zwischen Geschichtsschreibung und künstlerischer Produktion.

Viron Erol Vert (*1975, Varel) Aufgewachsen zwischen dem Norden Deutschlands, Istanbul und Athen in einem interkulturellen familiären Umfeld, lebt und arbeitet Viron Erol Vert in Berlin und dem mediterranen Raum. Sein Interesse bewegt sich zwischen religiösen Systemen, kultureller Identität und sprachwissenschaftlichen Erfahrungen sowie kulturellen Narrativen und Klischees. In seinem künstlerischen Schaffen versucht Vert abstrakte und theoretische Grenzen aufzuzeigen und zu überwinden, um das Leben mit akustischen, sozialen und körperlichen imaginären, wie bildlichen und skulpturalen Räumen zu bereichern.

Zu seinen Einzelausstellungen gehören unter anderem Der Chronist, Künstlerhaus Stuttgart, Stuttgart, (2014), Born in the Purple, Kunstraum Kreuzberg / Bethanien, Berlin (2017) und The Name of Shades of Paranoia, Galerie Wedding, Berlin (2017). 2018 präsentierte Vert sein Ausstellungsprojekt Ambereum auf der Riga Biennale (RIBOCA) und 2019 beim Roskilde Festival in Dänemark.

Künstler:Viron Erol VertDatierung:2014-2021Details:InstallationShare
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